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Noch fünf polnische Städte im Rennen

Aus den Urlaubsnachrichten des Polnischen Fremdenverkehrsamtes in Berlin
Foto (oben links): Polnisches Fremdenverkehrsamt in Berlin


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Vorauswahl für die Europäische Kulturstadt des Jahres 2016 erfolgt

Elf polnische Städte hatten sich um den Titel der Europäischen Kulturstadt im Jahre 2016 beworben, fünf sind jetzt in die engere Auswahl gekommen. Bis Ende 2011 soll feststehen, wer von ihnen den Titel im Jahre 2016 gemeinsam mit einer spanischen Stadt tragen darf.

Gdansk (Danzig), Katowice (Kattowitz), Lublin, Warszawa (Warschau) und Wroclaw (Breslau) wurden kürzlich von einer 13-köpfigen Jury aus polnischen und EU-Repräsentanten für die zweite Runde der Bewerbung ausgewählt. Sie haben jetzt neun Monate Zeit, ihre Bewerbung weiter zu entwickeln. Bis Ende des kommenden Jahres soll feststehen, wer nach Kraków (Krakau) die zweite polnische Kulturstadt Europas wird. Anfang 2012 wird die EU offiziell die Kulturstadt des Jahres 2016 bestimmen.

Die Hafenstadt Gdansk stellt ihre jüngere Geschichte in den Mittelpunkt der Bewerbung. „Freiheit der Kultur, Kultur der Freiheit“ ist das Motto, unter dem die Präsentation der Stadt steht. Es erinnert an die Gründung und den erfolgreichen Kampf der Gewerkschaft Solidarnosc, der Polen und Europa verändert hat. Die Stadt sieht ihre Bewerbung stellvertretend für die gesamte Metropolregion, zu der neben den Schwesterstädten Sopot (Zoppot) und Gdynia (Gdingen) auch die Kaschubei zählt. Sie hat prominente Fürsprecher: neben dem früheren Präsidenten Lech Walesa auch den ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel und den in Danzig geborenen Schriftsteller Günter Grass. www.gdansk2016.eu

Katowice steht für den Wandel von der Schwerindustrie zu Dienstleistungen und Kultur. Zwei Millionen Einwohner zählt die Metropolregion Silesia, die 14 Städte des oberschlesischen Industriegebiets vereint und viele Ähnlichkeiten mit dem Ruhrgebiet aufweist. Nach der erfolgreichen Bewerbung von Essen für das Ruhrgebiet möchte auch Katowice für die Region Silesia Europas Kulturstadt werden. Schon das Motto „Gartenstadt Katowice“ soll zeigen, dass es hier mehr gibt als Schlote und Abraumhalden. Im Stadtteil Giszowiec (Gieschewald)
befindet sich die älteste Gartenstadt auf polnischem Gebiet. Sie wurde 1907 von den Berliner Architekten-Brüdern Georg und Emil Zillmann entworfen. Als Kulturstadt 2016 will ganz Katowice aufblühen. www.2016katowice.pl

Lublin, mit rund 300.000 Einwohnern die größte Stadt im Osten Polens, wirbt mit seiner Lage nahe der EU-Außengrenze. „Tor zum Osten“ ist die Bewerbung überschrieben. Die Stadt steht für den Dialog zwischen Ost und West und verweist auf ihre multikulturelle Tradition. Jahrhunderte lang lebten hier Polen und Ukrainer, Katholiken, orthodoxe Christen und jüdische Bürger zusammen. Lublin steht aber auch für die Erinnerung an den Holocaust. Die Stadt sieht ihre Bewerbung als Chance, eine der ärmsten Regionen in der EU aufzuwerten. Selbstbewusst verweist man hier nicht nur auf die Jahrhunderte lange und reiche Kulturgeschichte, sondern auch  auf das kreative Potenzial der hier lebenden Menschen. Lublin, eine junge Stadt mit rund 100.000 Studenten, hat in den vergangen Jahren mit vielen neuen Events und Festivals auf sich aufmerksam gemacht. www.kultura.lublin.eu

Warszawa ist eine Stadt, die sich immer wieder neu erfindet, permanent in Bewegung ist. Sie befindet sich im Umbruch, wirkt unfertig, auf den ersten Blick für manche Besucher etwas chaotisch. Und gerade das macht man selbstbewusst zum Motto der Bewerbung: „Warschau im Bau“. Man will nicht nur auf die große Geschichte blicken, sondern vor allem nach vorne, will die Zukunft mitgestalten. Die Hauptstadt steht nicht nur für große Festivals, bedeutende Kultureinrichtungen und weltberühmte Künstler. Sie bietet auch viele Freiräume für junge experimentelle Kunst, zieht junge Kreative aus Polen und der Welt an. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass Warschau nicht nur das wichtigste Verwaltungs- und Geschäftszentrum des Landes ist, sondern hat auch eine vitale kulturelle Szene. Das möchte man als Kulturstadt
Europas unter Beweis stellen. www.warszawa2016.pl

Wroclaw trug schon in der Vergangenheit den schmückenden Beinamen „Die Blume Europas“. In ihrer tausendjährigen Geschichte gehörte die Stadt zu Polen, zu Tschechien, zum Habsburger Reich, zu Deutschland und seit 1945 wieder zu Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Die Kinder und Enkel der neuen Bewohner haben inzwischen hier ihre Wurzeln und gehen selbstbewusst mit dem kulturellen und historischen Erbe um. In der polnischen und europäischen Stadt entwickeln sich ein neuer Bürgerstolz und eine eigene lokale Identität. Als Ort des Dialogs und der Begegnung der Kulturen möchte man sich präsentieren und verweist auf ein blühendes kulturelles Leben in der Stadt mit bedeutenden Festivals, Theatern, Museen und Galerien. www.wro2016.pl

Auf der Website der Vereinigung der Bewerberstädte für die Kulturhauptstadt Europas www.candidatecities.com haben die Bürger bereits jetzt die Möglichkeit, ihren Favoriten zu wählen. Bei ihnen gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Wroclaw und Lublin werden jeweils von mehr als 40 Prozent der Abstimmenden unterstützt, die übrigen Bewerberstädte sind weit abgeschlagen. Entscheiden wird aber eine Jury im nächsten Jahr. Und bis dahin werden die fünf Städte mit attraktiven Kulturevents weiter auf sich aufmerksam machen.

Fotos: Polnisches Fremdenverkehrsamt in Berlin

Allgemeine Auskünfte über Reisen nach Polen gibt es beim 
Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin
 
www.polen.travel/de

Herausgeber:
Polnisches Fremdenverkehrsamt
Kurfürstendamm 71
10709 Berlin
Tel.: 030 / 21 00 92-0
Fax: 030 / 21 00 92-14
info.de@polen.travel
www.polen.travel/de

Verantwortlich für Presseanfragen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt:
Magdalena Korzeniowska
Tel.: 030-21 00 92 16
mbk@polen-info.de

Redaktion der Presseinformationen:
Klaus Klöppel
team red
polen@team-red.net
Tel.: 030 / 61 39 36 15
mobil 01 79 / 393 26 56

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