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Ein Bierbrauer griff nach den SternenAus den Urlaubsnachrichten des Polnischen Fremdenverkehrsamtes in BerlinFoto (oben links): Polnisches Fremdenverkehrsamt in Berlin >> zurück zur Übersicht In Danzig feiert man den 400. Geburtstag von Johannes Hevelius Er war Bierbrauer, Ratsherr und ein bedeutender Astronom des Mittelalters. Johannes Hevelius oder Jan Heweliusz wird in Deutschland und Polen gleichermaßen verehrt. Zu seinem 400. Geburtstag am 28. Januar 2011 veranstaltet Polen ein Heweliusz-Jahr mit rund 400 Veranstaltungen. Vor allem in seiner Heimatstadt Gdansk (Danzig) sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Dort kann man unter anderem auf den Spuren von Heweliusz durch die Altstadt wandeln. Johannes Hevelius entstammte einer deutschen Brauerfamilie. Aber da Danzig damals zum Königreich Polen gehörte, sieht man ihn im Nachbarland ebenso gerne als einen der ihren und nennt Jan Heweliusz auch „den polnischen Leonardo da Vinci“. Den 1611 geborenen Brauersohn zog es zunächst in die Welt; er studierte in den Niederlanden Jura, besuchte Frankreich und England, bevor er sich in seiner Geburtsstadt dem Bierbrauen widmete und später Zunftmeister wurde. Obwohl er sich auch in der Lokalpolitik engagierte, erst Ratsherr und später Bürgermeister wurde, galt seine große Leidenschaft der Wissenschaft. 1641 errichtete er sein erstes Observatorium mit einem selbst konstruierten, 45 m langen Teleskop-Fernrohr. Bedeutend war vor allem die erste von ihm erstellte Karte des Mondes. Außerdem benannte er mehrere Sternenbilder, darunter das Schild Sobieskis, zu Ehren des damaligen polnischen Königs Jan III. Sobieski. Als einer der wichtigsten Astronomen seiner Zeit wurde er 1664 in die Londoner Gelehrtengesellschaft der Royal Society aufgenommen. An seinem 76. Geburtstag starb er in Danzig. Nicht weit von hier liegt die gotische Katharinenkirche, in der Heweliusz seine letzte Ruhestätte fand. Ein von seinem Enkel gestiftetes Epitaph erinnert dort an ihn. In der Bibliothek der Akademie der Wissenschaften in der ul. Walowa 15 finden sich zahlreiche Handschriften von Jan Heweliusz. An der Ecke ul. Korzenna und ul. Heweliusza bewohnte der Braumeister mit seiner Familie drei nebeneinander liegende Häuser. Auf dem Dach hatte er sein Observatorium eingerichtet. Die historischen Gebäude wurden im Krieg beschädigt und später abgerissen. Heute erinnert dort nur noch eine Gedenktafel an Jan Heweliusz. Dessen Namen trägt auch das vor zwei Jahren eröffnete Danziger Wissenschaftszentrum. Das Centrum Hewelianum, eingerichtet in den unterirdischen Gängen und Räumen des ehemaligen Forts Hargelsberg am Rande des Stadtzentrums, will vor allem jüngere Besucher spielerisch an die Wissenschaft heranführen. Eine multimediale Präsentation ist den Themen Energie, Himmel und Sonne gewidmet. Interessierte können sich dort auf den Spuren von Jan Heweliusz bewegen. Bis 2012 soll das Wissenschaftszentrum um Abteilungen für Biologie und Geografie ergänzt werden. Im Heweliusz-Jahr sind in ganz Polen Veranstaltungen geplant, die an den Danziger Leonardo da Vinci erinnern sollen. In Gdansk findet unter anderem ein Gedenkkonzert in der Ostsee-Philharmonie statt, zu dem am 30. Januar 2011 die US-amerikanische Jazzsängerin Cassandra Wilson erwartet wird. Informationen: Infos zum Heweliusz-Jahr auf der Website www.janheweliusz.pl (nur auf Polnisch). Informationen zu Gdansk unter www.gdansk.pl Die passende Unterkunft im Heweliusz-Jahr bietet das nach ihm benannte Hotel Mercure Hevelius am Rande der Altstadt. DZ ab etwa 65 Euro, www.mercure.com Fotos: Polnisches Fremdenverkehrsamt (gesamt) / Dariusz Zaród / Mariusz Woźny Allgemeine Auskünfte über Reisen nach Polen gibt es beim Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin www.polen.travel/de Herausgeber: Polnisches Fremdenverkehrsamt Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel.: 030 / 21 00 92-0, Fax: 030 / 21 00 92-14, info.de@polen.travel, www.polen.travel/de Verantwortlich für Presseanfragen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt: Magdalena Korzeniowska, mbk@polen-info.de, Tel.: 030-21 00 92 16 Redaktion der Presseinformationen: Klaus Klöppel, team red, polen@team-red.net Tel.: 030 / 61 39 36 15, mobil: 01 79 / 393 26 56 >> zurück zur Übersicht |


